Wie alles begann
Manche Projekte entstehen nicht aus einem Businessplan oder einer fertigen Strategie, sondern aus einer einfachen Idee, gemeinsamen Interessen und der Freude daran, etwas Eigenes aufzubauen.
So begann auch die Geschichte von Kommabei.
Die ursprüngliche Idee war zunächst gar nicht, direkt ein Unternehmen oder einen Webshop aufzubauen. Vielmehr stand am Anfang der Wunsch, gemeinsam kreativ zu arbeiten, Dinge selbst herzustellen und das Thema Siebdruck von Grund auf zu lernen und auszuprobieren.
Gemeinsam mit Norman Bärenbrinker entstand so Schritt für Schritt ein Projekt, das sich über die Jahre deutlich weiterentwickeln sollte.
Die ersten Schritte: ausprobieren statt perfekt sein
Es wurde ausprobiert, getestet, verworfen und neu gedacht. Viele Dinge mussten zunächst praktisch erlernt werden – vom Belichten der Siebe über das Reinigen bis hin zur Frage, welche Farben, Materialien und Druckverfahren sinnvoll und nachhaltig funktionieren.
Während Norman sich besonders intensiv mit den technischen Abläufen rund um den Siebdruckprozess beschäftigte, lag mein Schwerpunkt stärker auf Grafik, Gestaltung, Konzeptentwicklung und der späteren Umsetzung des Markenauftritts.
Gerade diese Kombination machte das Projekt besonders spannend.
Hilfreich waren dabei auch viele praktische Erfahrungen aus meiner damaligen Tätigkeit bei der Logoshirt GmbH in Essen. Dort konnte ich bereits früh umfangreiche Einblicke in Bereiche wie Textilien, Siebdruckverfahren, Druckvorstufe, Lieferantenkommunikation, Grafikbearbeitung sowie die Gestaltung von Messeständen und Werbemitteln sammeln – Erfahrungen, die später auch in die Entwicklung von Kommabei mit eingeflossen sind.
Nachhaltigkeit als wichtiger Bestandteil
Schon früh spielte das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle innerhalb des Projekts.
Es wurde gezielt nach ökologisch zertifizierten Rohwaren, geeigneten Textilien und umweltfreundlichen Druckfarben gesucht. Wichtig war dabei nicht nur die Umweltverträglichkeit, sondern auch die Qualität und Haptik der Produkte.
Zum Einsatz kamen unter anderem wasserbasierte und lösemittelfreie Farben, die nicht nur nachhaltiger waren, sondern sich auch angenehmer auf den Textilien anfühlten.
Viele Entscheidungen entstanden dabei nicht aus einem Marketinggedanken heraus, sondern aus echter Überzeugung, die wir für uns auch nach und nach definieren konnten:
Vom Namen bis zum Corporate Design
Mit der Zeit wurde aus den ersten Ideen Schritt für Schritt so eine eigene Marke.
Der Name „Kommabei“ entstand aus dem Gedanken heraus, uns selbst und andere Menschen zu motivieren, eigene Ideen umzusetzen, kreativ zu werden und Dinge aktiv anzugehen – einfach auch vielleicht ein „Komma bei mich bei“, wie es so schön im Ruhrgebiet gesacht wird. Parallel dazu entstanden erste Logoideen, grafische Konzepte und Überlegungen zur späteren Außenwirkung der Marke.
Neben dem Corporate Design wurden auch erste Motive, Druckideen und Produktansätze entwickelt. Dabei war der gesamte Prozess stark von gemeinsamer Entwicklung, Austausch und vielen kleinen Zwischenschritten geprägt.
Die Entwicklung des Webshops
Mit den ersten Produkten entstand auch die Idee eines eigenen Webshops.
Auf Basis von WordPress wurde Schritt für Schritt ein responsiver Webshop aufgebaut – inklusive Struktur, Produktseiten, Bildbearbeitung, Textentwicklung und SEO-optimierter Inhalte.
Neben der technischen Umsetzung entstanden auch erste Produktfotos, Bannergrafiken sowie verschiedene Texte und Beschreibungen rund um Produkte, Inhalte und Philosophie des Projekts.
Gerade die Verbindung aus Gestaltung, Fotografie, Textarbeit und technischer Umsetzung machte den Aufbau des Shops besonders vielseitig, spannend und interessant.
Die erste Bestellung
Ein besonderer Moment war schließlich die erste echte Bestellung über den Webshop.
Nach vielen Stunden Arbeit, zahlreichen Tests und unzähligen kleinen Entwicklungsschritten war das ein Moment, der tatsächlich gefeiert wurde – weil aus einer Idee plötzlich etwas Greifbares geworden war.
Rückblickend sind es oft genau diese kleinen Momente, die einem besonders im Gedächtnis bleiben.
Wie sich Kommabei weiterentwickelt hat
Mit der Zeit veränderten sich die persönlichen und beruflichen Schwerpunkte.
Während ich mich zunehmend auf andere Projekte konzentrierte und gleichzeitig auch privat mit der Geburt meiner Zwillinge neue Prioritäten entstanden, führte Norman Kommabei als Einzelunternehmen weiter – im gegenseitigen Einverständnis und mit dem gemeinsamen Wunsch, dass sich das Projekt weiterentwickeln kann.
Heute betreibt Norman unter anderem einen eigenen Laden in Essen-Holsterhausen, organisiert Siebdruckworkshops und setzt größere Druck- und Gestaltungsprojekte um.
Es ist schön zu sehen, wie sich aus einer gemeinsamen Idee über viele Jahre hinweg etwas Eigenständiges entwickeln konnte.
Was aus dem Projekt geblieben ist
Kommabei war weit mehr als nur ein einzelnes Projekt.
Die gemeinsame Entwicklung hat nicht nur gestalterisch und technisch viele Erfahrungen mit sich gebracht, sondern auch einen sehr direkten Blick darauf ermöglicht, wie Marken entstehen, wachsen und sich verändern.
Von der ersten Idee über Corporate Design, Webshop, Produktentwicklung, Fotografie und SEO bis hin zu realen Bestellungen und Kundenkontakten entstand ein Projekt, das bis heute viele Erinnerungen und Erfahrungen miteinander verbindet.
Und vielleicht ist genau das auch einer der schönsten Aspekte kreativer Projekte:
Dass aus einer einfachen Idee manchmal deutlich mehr entstehen kann, als man anfangs erwartet hätte.
Hinweis
Die beschriebenen Inhalte beziehen sich auf die gemeinsame Entstehungs- und Entwicklungsphase von Kommabei ab 2015. Das Unternehmen wird heute eigenständig von Norman Bärenbrinker weitergeführt.
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